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Hannover

 „Was soll ich in New York - ich war schon zweimal in Hannover.“

Hannoverhat mal der deutsche Schriftsteller Arno Schmidt (1914-1979) gesagt. Egal, wie dieser Vergleich wirkt, eins muss man der niedersächsischen Hauptstadt zugestehen: die weltbekannte Messestadt ist stets dafür bekannt, beste Voraussetzungen für einen angenehmen und erlebnisreichen Urlaub in Hannover zu schaffen. Königliche Gartenlandschaften, tolle Unterhaltungsmöglichkeiten, reiches Kulturangebot und die größte Dichte an Einkaufsmöglichkeiten stehen in der Stadt an der Leine zur Verfügung. Man muss sie nur entdecken.

 

  
 
HERRENHÄUSER GÄRTEN
 

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Die Einzigartigkeit von Hannover wird von den Königlichen Gärten Herrenhausen, der schönsten Gartenanlage Europas, bestimmt. Die prachtvolle Anlage ist im 17.Jh. entstanden um repräsentative Zwecke für die königliche Familie zu erfüllen. Der älteste Garten – der Große Garten gehört zu den am besten erhaltenen Barockgärten Europas. Sein Aussehen hat er hauptsächlich unter der Leitung der Kurfürstin Sophie von der Pfalz erhalten, die ihn im Stil der niederländischen Barockanlagen gestalten ließ. Bemerkenswert ist die Fontane, deren Wasserstrahl eine Höhe von 80 m erreicht und von weitem den Weg zum Großen Garten markiert. Die Grotte, die nach Plänen von Niki de Saint Phalle neu gestaltet ist, verzaubert den Besucher mit drei reich geschmückten Sälen. Die Künstlerin hat das Thema „Das Leben der Menschen“ durch Mosaike aus buntem Glas und Spiegeln sowie mit Kieseln und zahlreichen bemalten plastischen Figuren dargestellt. Die Nannas von Niki de Saint Phalle sind auch in der Innenstadt zu sehen. Jährlich finden im Großen Garten das "Kleine Fest" , der internationale Feuerwerkswettbewerb sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen statt. Die Gründerin des Großen Gartens – die Kurfürstin Sophie in Person begleitet Sie bei einem Rundgang durch die Anlage und erzählt Ihnen, wie die prachtvolle Anlage entstanden ist. Dabei haben Sie die Möglichkeit auch dem Hofklatsch zuzuhören. Der Universalgelehrte Wilhelm Leibniz, der die Kurfürstin bei der Gestaltung der Gärten beraten hat, lädt auch zum Spaziergang ein. Er erzählt Ihnen von seiner Leidenschaft - der Seidenraupenzucht, von verschiedenen botanischen Projekten aber auch von Liebesgeschichten und großartigen Festen. Sie haben die Qual der Wahl. In nächster Zeit wird im Großen Garten auch das Schloss Herrenhausen wieder zum Leben erwachen. 2011 wurde mit dem Aufbau, der im zweiten Weltkrieg zerstörten Sommerresidenz der Welfenfamilie, begonnen.
Verpassen darf man auch den Berggarten nicht. Er ist zusammen mit dem "Großen Garten" entstanden und zählt zu den ältesten botanischen Gärten Deutschlands. Hier werden Sie rund 11.000 verschiedenen Pflanzen aus allen Klimazonen bewundern können. Prachtvoll ist die Orchideensammlung (die Größte in Europa), die permanent zu besichtigen ist. Die Kakteen-Schauhäuser, das Kanarenhaus sowie der Tropische Wintergarten und das „Paradies“ (Rhododendronhain) bieten herrliche blumige Erlebnisse an. Die Führungen „Profitipps aus Herrenhausen“ mit den Gartenmeistern versprechen viel Wissenswertes über Gartenpflege und Pflanzenarten. 2007 ist inmitten des Berggartens das erste tropische Sea-Life-Aquarium Deutschlands eröffnet worden. Das Aquarium bietet Einblick in die Unterwasserwelt von der Leine über das Karibische Meer bis ins Amazonasgebiet. Es sind hier insgesamt 5.000 Tiere aus 100 Arten zu erleben. Im Mittelpunkt der Anlage steht ein Ozeanbecken, durch das ein Glastunnel die Besucher mitten in die Wasserwelt führt. Haie und Meeresschildkröten hautnah erleben - es ist einfach ein Muss!
Im 19. Jh. ist der Georgengarten nach englischem Vorbild entstanden. Auf einer Halbinsel im Teich befindet sich ein Tempel zu Ehren von Gottfried W. Leibniz, von wo aus sich ein malerischer Ausblick über die Umgebung entfaltet. Idyllisch gelegen ist der Georgenpalais, welcher heute das Wilhelm Busch Museum beheimatet. Das deutsche Museum für Karikatur und kritische Grafik ist dem Zeichner und Dichter Wilhelm Bush, dem Klassiker des deutschen Humors, gewidmet. Durch die einzigartige Wilhelm-Busch-Sammlung hat sich das Museum international einen Namen gemacht. Unbedingt besuchen! Besonders wenn man bedenkt, dass Lachen nicht nur glücklich, sondern auch gesund macht. In der Nähe des Museums befindet sich die Universität Hannover, wo Busch auch studiert hat. Sie ist im Welfengarten auf dem ehemaligen Sitz des Grafen Platen, dem „Schloss Monbrillant“ (1717), untergebracht. Vor dem, aus weißem Deistensandstein errichteten, Gebäude erhebt sich das Wahrzeichen Niedersachsens, das Sachsenross.
Um die einzigartigen Herrenhäuser Gärten richtig zu erkunden, sollte man einen ganzen Tag einplanen. Im Infopavillon können Sie sich alle notwendigen Informationen und Broschüren holen und sogar Blumen aus der Blumensammlung der Gärten kaufen. Kräfte sammeln können Sie während der Besichtigung in einer der vielen gastronomischen Einrichtungen in und um die Gärten.

 

ALT- UND INNENSTADT

Hannover hat eine lange Geschichte hinter sich, die sich trotz der Kriegsverwüstung in  erhaltenen oder nachgebauten Baudenkmälern und manchen Ausgrabungen in der Alt- und Innenstadt entdecken lässt. Der Rote Faden auf den Steinpflastern in der Altstadt führt Sie zu allen sehens- und besuchenswerten Objekten in Hannover. Darunter ist der denkmalgeschützte Beginenturm. Der Turm wurde im 14. Jh. im Garten des benachbarten Beginen-Klosters als „letzter und stärkster Teil der Stadtbefestigung“ gebaut. Heute ist er ins Gebäude des Historischen Museums mit einbezogen. Hier ist die Geschichte Hannovers durch die Jahrhunderte zu verfolgen. Auch das alte Rathaus steht auf Ihrem Weg entlang des Roten Fadens. Das architektonische Glanzstück wurde fast 100 Jahre lang gebaut. Dabei ist ein prachtvolles Gebäude entstanden, das verschiedene Baustile aufweist. Bildprägend sind die gotischen Fialengiebel und der Tonfries. Heute bietet das Rathaus ein passendes Ambiente für verschiedene Feier und Themenevents. Im Restaurant, das zu den besten Deutschlands gehört, kann man sich gastronomisch verführen lassen. Prachtvoll und gehoben sieht auch das Neue Rathaus aus. Das schlossartige Gebäude erinnert an die Zeiten, als Hannover noch ein Königreich war. Besuchenswert ist die Rathaushalle, wo vier Stadtmodelle von Hannover ausgestellt sind - die Stadt im Mittelalter, in der Vorkriegszeit, gleich nach dem Krieg und die Innenstadt von heute. Ein einzigartiger Bogenaufzug führt Sie zur Aussichtsplattform an der Kuppel in 98m Höhe. Bei der Fahrt hinauf haben Sie die einmalige Möglichkeit den Fahrtverlauf zu verfolgen. Dabei kann man nach Wunsch sogar ein Panoramafenster unter den Füßen öffnen und weitere Aussichten genießen. 
Historisch verbunden ist auch der Marktplatz (Am Markte) im Zentrum der Altstadt. Das ist die Stelle, von wo aus sich Hannover entwickelt hat. Hier wurde im 14.Jh. auch die Marktkirche gebaut. Sie ist die Älteste der drei Pfarrkirchen in der Altstadt. An ihrer Stelle hat im 12.Jh. eine gleichnamige romanische Kirche existiert. Der Turm der Kirche ist 61,5m hoch und gehört zu den Wahrzeichen der niedersächsischen Hauptstadt. Jedes Jahr findet um die Kirche herum der Weihnachtsmarkt statt, der zu den größten in Deutschland gehört. Die Aegidienkirche erinnert mit ihren mit Efeu und Weinlaub überwucherten Wänden an den zweiten Weltkrieg und mahnt davor, die Zerstörung und Vernichtung der Kriegszeit wieder zuzulassen. Der Kirchenhof ist eine Gedenkstätte für die Opfer des Krieges und der Gewalt. Im Innenraum steht die Skulptur "Demut" und im Turm ist 1958 ein Glockenspiel zum Gedächtnis der Toten errichtet worden. Es besteht aus 25 Glocken und ist viermal täglich zu hören. Die dritte der Altstadtkirchen - die Kreuzkirche bietet passendes Ambiente für verschiedene Veranstaltungen, wie das Festival "Klassik in der Altstadt", dass alljährlich im Juli stattfindet. Sehenswert ist der Cranach Altar aus der Zeit vor 1537. Der Turm der Kreuzkirche zusammen mit den Türmen der beiden anderen Kirchen prägen das Bild der Altstadt von Hannover. Aus 50m Höhe bietet sich vom Turm aus eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und jeden Samstag um 14 Uhr kann man den Turmbläser hören, der zwei Choräle vom Turm bläst. 

 

MUSEUMS- UND BÜHNENLANDSCHAFT

Das Schauspiel Hannover bietet einmalige Kulturerlebnisse. Es bespielt insgesamt vier Bühnen in der Stadt, darunter auch das denkmalgeschützte Gebäude der Cumberlandschen Galerie und des geschichtsträchtigen Ballhofs (Gebäude aus dem 17.Jh.). Die Staatsoper Hannover sorgt im Zentrum der Landeshauptstadt für höchste musikalische Qualität. Eins der größten Ensembletheater im deutschsprachigen Raum führt jeden Abend Musikkunststücke auf. Das Operngebäude ist Mitte des 19.Jh., nach Entwürfen von Georg Friedrich Laves, errichtet worden. Der führende Architekt des Königreichs Hannover hat auch weitere Bauten entworfen und somit stark das Gesicht der Leinemetropole beeinflußt. Heute ist sein Haus in Hannover Sitz der Architektenkammer Niedersachsens und der Laves-Stiftung. Hier werden Ausstellungen für Architektur und Baukunst und andere branchenverbundene Veranstaltungen organisiert. Die Museen Hannovers erzählen Wissenswertes über Geschichte und Kunst und bewahren die Erinnerung an die großen Persönlichkeiten, welche die Stadt bewohnt und durch ihr Wirken geprägt haben. So ist hier z.B. das Leibnizhaus zu besuchen. Das Haus ist ein Bauwerk der Renaissance, das während des Kriegs zerstört und später mit der originalgetreuen Fassade an einem anderen Platz errichtet worden ist. Das nach August Kestner benannte Museum für Kulturgeschichte zeigt Kunstsammlungen aus verschiedenen Epochen. Dabei stammt ein wesentlicher Teil des Gründungsbestandes des Museums von August Kestner. Auch das Kunstmuseum erinnert an eine großzügige Schenkung, die die Familie Sprengel der Stadt gemacht hat. Die Sammlung des Sprengel-Museums zählt zu den wichtigsten Kunstsammlungen des 20.Jh. Kunstausstellungen sind auch im Haus des Kunstvereins Hannover zu erleben. Im 150-jährigen Landesmuseum kann man sich mit Kunst- und Archäologie-Sammlungen aus der Region vertraut machen und einen Ausflug in die Erdgeschichte unternehmen. Die völkerkundliche Sammlung ist eine der ältesten im deutschsprachigen Raum und umfasst Gegenständen aus allen Teilen der Welt. Numismatik-Interessierte sollten das Münzkabinett nicht verpassen. Geografisch kommen seine Exponate aus Niedersachsen, Großbritannien und Irland sowie den britischen Kolonien.

 

NATURLANDSCHAFTEN

Der Elebnis-Zoo Hannovers lädt zu einem unterhaltsamen Tag in die faszinierende Welt der Tiere ein. In sieben thematisch gestalteten Erlebniswelten erwarten Sie über 3.000 Bewohner aus verschiedenen Teilen der Welt. In Europas Themen-Tierpark Nr. 1 entdecken Sie einen Gorillaberg, wo elf Menschenaffen hautnah zu erleben sind. Im idyllischen Landhof leben seltene alte Haustierrassen. Der Dschungelpalast bietet eine naturnahe Indienreise. Das Outbeck führt Sie ans Ende der Welt – in Australien und in Sambesi begeben Sie sich auf eine Foto-Safari durch den schwarzen Kontinent. Das neuste Erlebnis ist die 22.000 qm lange Yukon-Bay, eine einzigartige Kanadalandschaft mit Flusslauf, Meeresbucht und einer faszinierenden Unterwasserwelt, wo die Eisbären unter Wasser zu erleben sind. Auch die Gaststätten in den einzelnen Themengärten bieten themenverbundene Gerichte und Getränke an.
Weltbekannt ist auch der Maschsee. Der künstlich angelegte See bietet auf 1,8 km Länge tolle Wassersport- und Erholungsmöglichkeiten. Hier findet auch das berühmte Maschseefest statt. Drei Wochen lang sorgt die große See-Party für fröhliche Stunden Tag und Nacht. Auch weitere Naturlandschaften in und um Hannover sorgen für unvergessliche Erlebnisse. Für ereignisreiche Ausflüge bestens geeignet ist das Steinhuder Meer im Westen der Region. Hier am Binnensee kann man sich erholen und sportlich aktiv sein. Zahlreiche Wassersportmöglichkeiten, Wanderwege, eine vielfältige Natur- und Museumslandschaft und kulinarische Köstlichkeiten stehen zur Verfügung.  Für die aktive Freizeitgestaltung sollte man die zahlreichen Angebote der Stadt unter die Lupe nehmen. Es findet sich bestimmt etwas nach Ihrem Geschmack.

 

UNTERHALTUNG
 
Das breite Veranstaltungsprogramm, das für jeden Geschmack etwas bietet, hilft Ihnen Ihre Zeit in Hannover interessant und ereignisreich zu gestalten. Die zahlreichen Restaurants bieten Gaumenerlebnisse an und die Bars, die urigen Kneipen, die Diskos und die Life-Bühnen sind die nächtliche Fortsetzung eines erlebnisreichen Tages. Auch für Shopping-Erlebnisse bietet die Stadt mit der größten Kaufhausdichte beste Voraussetzungen. Die Georgstraße, von den Hannoveranern “Schorse” genannt, ist eine echte Flaniermeile, wo schicke Geschäfte zu finden sind. Sie geht in die Fußgängerzone Hannovers über, wo alles, was man sich wünscht, zur Verfügung steht. Königlich einkaufen und dabei auch Kunstausstellungen erleben kann man in der Galerie Luise - der exklusiven Einkaufspassage von Hannover. Und Nobilis, das Magazin für feine Lebensart in Hannover, gibt Ihnen Tipps für „die schönen Seiten des Lebens“.
Entdecken Sie sie auch!

 

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